Geldscheinheilige

Die Geld-Schein-Heiligen

2001
Acryl auf Leinwand, aufgezogen auf Holz
158 x 127 cm
Privatsammlung

Nach Alfred Dürer’s “Die Vier Apostel” (1526) – Mathias Waske liebte große Meister und sie hätten ihn geliebt. Dürers letztes großes malerisches Werk “Die vier Apostel” ist sein eindringlicher Kommentar zur Kunst- und Religionspolitik, mit dem er sich aktiv für die neuen Ideale der Reformation, die unantastbare Autorität des Wortes Gottes, aber auch der Kunst einsetzte. Die überlebensgroßen Figuren des Originals drücken in der linken Bildhälfte Ruhe aus: Johannes und Petrus studieren die aufgeschlagene Bibel, Petrus hält einen Schlüssel fest in der Hand, das Symbol der Macht. Im rechten Bild dominiert Eifer die Szene. Das Buch ist geschlossen, jetzt sprechen die Augen des Zorns, und sie kündigen eine düstere Zukunft an. Dürers Mahnung ist klar, er will vor bösen Lehrern warnen. Mathias Waske ersetzte die Attribute der Heiligen durch Geldscheine, die in der rechten Bildhälfte aus einer Louis Vuitton-Tasche quellen. Waske mahnt gekonnt vor dem ethischen und moralischen Verfall unserer geld- und konsumorientierten Gesellschaft sowie vor kapitalistischer Verderbtheit.

January 3 @ 13:00
13:00 — 14:25 (1h 25′)

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